Deutsche Waldjugend - Rheinland-Pfalz

 

Bildung

     

    Eine erfolgreiche Jugendarbeit kann nur gelingen, wenn man nicht nur Zeitvertreib liefert, sondern auch auf spielerische Weise Wissen vermitteln kann. Die Waldjugend liefert dafür einen Rahmen, da die Gruppen überschaubar sind und sich vielfältige Aktionsmöglichkeiten anbieten. Vermitteltes Wissen kann oftmals sofort angewandt werden und in späteren Situationen helfen. So hat ein Waldläufer, der ein Zelt aufbauen kann, später einen klaren Vorteil bei Aktionen der Waldjugend. Biologisches Wissen kann helfen unsere Umwelt besser zu verstehen und einen Begriff wie Nachhaltigkeit zu erfassen.
    Geschultes Personal ist von Nöten, deshalb ist die Waldjugend auch ein Veranstalter von jährlich sich wiederholenden Jugendgruppenleiterlehrgängen. Diese Schulungen dienen einer besseren Qualifizierung der ehrenamtlichen Arbeit mit jungen Menschen. Die Schulung selbst erfolgt in einem mehrtägigen Seminar. Anhand aktueller und spielerischer Methoden wird in der Schulung gemeinsam das notwendige "Handwerkszeug" für die direkte Arbeit vor Ort vermittelt. Neben pädagogischen Inhalten ist ein wichtiger Bestandteil das Basiswissen in den Bereichen Aufsichtspflicht und Jugendschutz. Die praktische Erprobung von Inhalten der Schulung zur Arbeit mit Jugendgruppen ist meist ein Bestandteil des Seminarkonzepts. Die Teilnehmer werden dabei auch sensibilisiert, Probleme zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Auch die Vermittlung zur Planung von kreative Gruppenaktivitäten steht immer im Programm.

    Die erfolgreiche Teilnahme an der Jugendgruppenleiterschulung wird durch die Ausstellung eines Zertifikates bescheinigt (in einigen Bundesländern auch JugendgruppenleiterCard;kurz JuLeiCa genannt), welches Vergünstigungen wie verminderten Eintritt bei Veranstaltungen gewährt. Sie gilt auch als Legitimation gegenüber Behörden und anderen Einrichtungen. Oft ist auch der Nachweis des "großen" Erste-Hilfe-Scheines vorgeschrieben, um das Zertifikat wirksam werden zu lassen.